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Kurzfassung der Vereinsgeschichte

WSV St.Lambrecht 1966-2006
Bestandsjubiläen spiegeln nicht nur den sportlichen Werdegang eines Vereines wider, sondern sind vielmehr auch als gesellschaftliche Veranstaltung zu verstehen, um in würdiger und festlicher Form all jenen, die durch ihr persönliches Engagement mitgeholfen haben, das Vereinsleben über Jahre und Jahrzehnte hinweg zu prägen, aufrichtigen und öffentlichen Dank auszusprechen.Wie ein Blick in das Archiv verdeutlicht, war die Jugend in St. Lambrecht bereits vor der Gründung des Vereines fußballbegeistert und wurden neben Jugendspielen auch Freundschaftsspiele gegen Vereine der Nachbargemeinden ausgetragen.

Jugendspiel Dynamit gegen Jugend II St.Lambrecht (5 : 1) im Juli 1958,
Jugendspiel Dynamit gegen Jugend II St.Lambrecht (5 : 1) im Juli 1958
Freundschaftsspiel gegen Neumarkt
Freundschaftsspiel gegen Neumarkt (4 : 1) im August 1960

Die offizielle Gründung des Werksportvereines St. Lambrecht erfolgte bei der Jahreshauptversammlung am 3.9.1966 unter Obmann Hubert Edlinger, der mit seinem Team 20 Jahre die Geschicke des Vereines leitete.
Fußball war in St. Lambrecht über lange Zeit untrennbar mit dem Werk Dynamit Nobel verbunden und hatte mit dem Sprengstoffwerk schon sehr früh einen potenten Sponsor, um den der WSV St. Lambrecht von so Manchem beneidet wurde. Auf einem Grundstück der Dynamit Nobel wurde auch der Fußballplatz errichtet, der bis zur Errichtung des nunmehrigen Fußballstadions in den Jahren 2003/2004 als Spielstätte des WSV St. Lambrecht gedient hat.

Fußballplatzbau vor 40 Jahren
Eröffnungsspiel gegen Neumarkt

Das Interesse am Fußballsport in St. Lambrecht seitens der Bevölkerung war bereits seit Beginn der Teilnahmen an den Meisterschaftsspielen des Steirischen Fußballverbandes ab 1966 sehr groß.

Fußballfest in St.Lambrecht im Jahre 1966
Mannschaftsfoto

Zu Beginn der 90er-Jahre wurde die Sportanlage in Weißenbach durch den Neubau des Kabinengebäudes adaptiert und konnte in der Folge die ausgediente Holzbaracke, die bei vielen gegnerischen Mannschaften für Gelächter gesorgt hatte und dem Landschaftsbild in keinster Weise dienlich war, endlich weggerissen werden.

Viele fleißige Helfer schufen das
neue Kabinengebäude

Nachdem der WSV St. Lambrecht in sportlicher Hinsicht jahrelang wertvolle Jugendarbeit geleistet hat, einige Nachwuchsmeistertitel errungen werden konnten und auch mehrere junge Spieler zu damals höherklassigen Vereinen gewechselt sind, gelang der Kampfmannschaft in der Saison 1995/1996 erstmals der Aufstieg in die Gebietsliga Murtal und konnte dieser sportliche Erfolg bei der Festveranstaltung zum 30-jährigen Vereinsjubiläum in Anwesenheit des damaligen FC Tirol-Trainers Didi Constantini im Juni 1996 gebührend gefeiert werden.

Aufstiegsfeier in die Gebietsliga Murtal und 30-jährige Vereinsjubiläum im Juni 1996

Ambitioniert begann der WSV St. Lambrecht die Meisterschaft 1996/1997 in der Gebietsliga Murtal und wurde mit 26 Punkten nicht nur Herbstmeister, sondern schaffte am Ende der Frühjahrssaison 1997 mit 11 Punkten Vorsprung auf Scheifling den Durchmarsch in die Oberliga Nord. Dieser sportlichen Topleistung folgten neben mehreren Nominierungen zum Team der Runde auch eine gebührende Meisterfeier nach dem letzten Heimspiel gegen Oberwölz.

Meisterfeier im Juni 1997
Meisterfeier im Juni 1997

Auch in der Oberliga Nord machte der WSV St. Lambrecht eine sportlich ausgezeichnete Figur und platzierte sich bis zum Jahre 2002 immer im absoluten Spitzenfeld. In der Saison 2001/2002 gelang dem WSV St. Lambrecht mit dem Meistertitel in der Oberliga Nord erstmals im Bezirk Murau der Aufstieg in die höchste steirische Spielklasse, die Landesliga. Mit dieser sportlichen Sensation war der WSV St. Lambrecht nicht nur zur besten Bezirksmannschaft gereift, sondern zum steiermarkweiten Fußballaushängeschild der Region geworden.

Sportliche Sensation -
Aufstieg in die Landesliga

Trotz oder gerade wegen des sportlichen Aufstieges mussten intensive Überlegungen bezüglich der Errichtung eines zusätzlichen Trainingsplatzes angestellt werden. Die diesbezüglich geführten Gespräche und angedachten Lösungsmöglichkeiten mündeten im Jahre 2002 im Entschluss der Marktgemeinde St. Lambrecht, ein Sportstadion mit Hauptspielfeld und Trainingsplatz am heutigen Standort zu errichten. Sportlich konnte der WSV St. Lambrecht in der Saison 2002/2003 leider nicht an die vergangenen Jahre anschließen und musste als 4-letzer der laufenden Meisterschaft wieder in die Oberliga Nord absteigen.

Stadionbau

Das neue Stadion wurde mit dem Spiel WSV St. Lambrecht gegen den FC Kärnten am 30. Juli 2004 erstmals offiziell in Betrieb genommen. Seitens der Besucher wurde diese großzügige Sportanlage mit viel Lob bedacht und als absolutes Herzeigestück im Oberen Murtal bewertet. Vor allem der Kunstrasenplatz bietet nun auch den Vereinen des Bezirkes Murau und darüber hinaus optimale Trainingsbedingungen im Winter.

Freundschaftsspiel gegen den
FC Kärnten

Nachdem in der Saison 2004/2005 der Klassenerhalt in der Landesliga nur mit viel „Bauchweh“ in der letzten Runde geschafft wurde, erreichten die „Stiftskicker“, wie sie von den Medien genannt werden, in der Meisterschaft 2005/2006 mit dem 6. Gesamtplatz den bisher größten Erfolg in der Vereinsgeschichte und verpasste einen ÖFB-Cup Platz nur um einen einzigen Punkt.

Mannschaft im Juli 2005

Im der Sommerpause 2006 fand die offizielle Eröffnung des Sportstadions St. Lambrecht im Beisein vieler prominenter Vertreter aus Politik, Sport und Wirtschaft statt. Der Glanzvollen Eröffnungsfeier mit einem kaum zu überbietendem Rahmenprogramm folgte ein Freundschaftsspiel des WSV St. Lambrecht gegen den zu diesem Zeitpunkt regierenden Österreichischen Fußballmeister und Cup-Sieger FK Magna Austria Wien. Seitens der Ehrengäste, Besucher und Medienvertreter wurde diese großzügige Sportanlage mit viel Lob bedacht und als absolutes Herzeigestück im Oberen Murtal bewertet.

Das Saisonziel in der Saison 2006/2007 wurde nach einem sportlich mäßigen Herbstdurchgang 2006 für das Frühjahr 2007 ganz klar mit einem einstelligen Tabellenplatz festgelegt. Dieses Ziel wurde in der letzten Runde der Frühjahrssaison 2007 verfehlt.

Die Saison 2007/2008 brachte im Herbstdurchgang eine sportliche Ernüchterung. Die Stiftskicker belegten mit nur 6 Punkten abgeschlagen den letzten Tabellenplatz und wurden bereits als Fixabsteiger gehandelt. In der Frühjahrssaison 2008 schien mit viel Einsatz und Engagement das Unmögliche, also der Klassenerhalt noch möglich zu werden. Schlussendlich reichte es aber nicht und der WSV St. Lambrecht musste den Abstieg in die Oberliga Nord hinnehmen.

Nachdem drei Spieler ihre Karriere beendet und bis auf 2 weitere Spieler alle den Verein gewechselt haben stand der Verein quasi ohne Mannschaft für die kommende Saison da. In dieser Situation wurde die Entscheidung getroffen, mit einem Großteil der bisherigen 2. Kampfmannschaft am Meisterschaftsbetrieb der Oberliga Nord teilzunehmen. Auch wenn diese Entscheidung von vielen nur belächelt wurde, steckte sich die Mannschaft trotzdem das Saisonziel, den Klassenerhalt zu schaffen. Auf dieses Ziel für 2008/2009 wird nunmehr mit viel Engagement, Motivation und Herz hingearbeitet und versucht, das „Wunder“ zu schaffen.

Nachdem der WSV St. Lambrecht mit den sportlichen Erfolgen der letzten Jahre für die harte und konsequente Arbeit aller Beteiligten belohnt wurde und sich als sportliches Aushängeschild in der Obersteiermark/Murtal etabliert hat, wird es sich der Verein auch künftig zur Aufgabe machen, den Fußballsport im Bezirk entscheidend mitzugestalten und vor allem die bereits begonnene Zusammenarbeit aller Vereine des Bezirkes im Jugendbereich zu intensivieren, um den Kindern und Jugendlichen die gleichen sportlichen Möglichkeiten und Chancen bieten zu können, wie dies im städtischen Bereich beinahe selbstverständlich ist.

Mag. Fritz Sperl, Obmann